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Für Demokratie und Ökologie, für Mensch und Umwelt, deshalb

sind wir ÖDPlerinnen und ÖDPler sehr stolz, dass wir eines der erfolgreichsten Gesundheitspräventionsprojekte in Deutschland mit dem Volksbegehren im Jahr 2010 „Für echten Nichtraucherschutz!“ umsetzen konnten und das bayerische Gesundheitsschutzgesetz (GSG) verschärften.

Weiterhin setzen wir uns für die Gesundheit von Menschen und Umwelt mit der Aktion „Kippen in die Dose“ ein.

Ein „kleines“ Problem – ein riesengroßer Schaden

Zigarettenkippen belasten die Umwelt durch das schwer abbaubare Filtermaterial und mehrere Tausend giftige Schadstoffe. 1

  • Eine Zigarettenkippe verschmutzt rund 40l Wasser. Mit dem Regen werden Gifte in den Boden sowie ins Meer gespült und gelangen so in die Nahrungskette. 2
     
  • Nikotin: Ein starkes Nervengift, das, in Wasser gelöst, schon in geringen Mengen Fische und andere Wasserorganismen schädigen kann. 1
     
  • Vögel und Meerestiere können weggeworfene Filter nur schwer von Nahrung unterscheiden. Sie verschlucken die Filter und verhungern mit vollem Magen. 2
     
  • Teer und Schwermetalle: Diese Stoffe sind nicht nur krebserregend, sondern können auch den Boden und das Grundwasser langfristig belasten. 1
     
  •  Mikroplastik: Wenn der Filter zerfällt, entstehen winzige Plastikpartikel (Celluloseacetat). Dieser schwer abbaubare Kunststoff, zersetzt sich in der Natur nur sehr langsam und kann in die Nahrungskette gelangen. 1
     
  • Gelangen die Giftstoffe in die Körper der Tiere, können sie Krankheiten verursachen oder tödlich sein. 1
     
  • Zigarettenkippen können durch Regenwasser in die Kanalisation und schließlich in Flüsse und Meere gespült werden. Eine deutsche Untersuchung aus dem Jahr 2022 ergab, dass pro Jahr bis zu 40 Tonnen Mikroplastik allein aus Zigarettenfiltern in die Umwelt gelangen. 1

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Teure Entsorgung

  •  Laut einer Studie des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) landen in Deutschland jährlich etwa 100 bis 140 Millionen Zigarettenreste auf den Straßen und in der Natur. Allein deren Entsorgung (z.B. Parks und Innenstädte) kostet die deutschen Kommunen  - und aufgrund höherer Müllgebühren somit letztlich allen - rund 225 Millionen Euro pro Jahr. 1
     
  •  Einweg-E-Zigaretten werden ebenso oft achtlos in die Umwelt geworfen. Sie gehören eigentlich in die Elektroaltgerätesammlung, ansonsten schaden sie der Natur und dem Menschen: Ihre Kunststoffgehäuse, die enthaltenen Schwermetalle und die integrierten Lithium-Ionen-Akkus sind nicht biologisch abbaubar und erfordern eine fachgerechte Entsorgung. Werden sie achtlos in der Natur weggeworfen, können die Batterien giftige Stoffe freisetzen und bei Beschädigung sogar Feuer fangen. Insbesondere durch mechanische Belastung besteht ein erhöhtes Risiko, dass die Akkus Brände verursachen, was in Wäldern oder auf Müllhalden verheerende Folgen haben kann. 1
     
  •  Natürlich haben Zigarettenfilter auch im Gully nichts verloren. Über die Kontamination des Wassers hinaus verursacht die Entsorgung der Zigarettenstummel im Gully veritable Verstopfungen von Leitungen und Rohren. Reste der Zigarettenkippen müssen dann aufwendig und teuer beseitigt werden. 3

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