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Wirecard oder Huber GmbH?

Das arbeitgebernahe Institut der Deutschen Wirtschaft ist eigentlich nicht meine Lieblingsadresse. Aber jetzt hat man dort eine interessante Studie veröffentlicht: Es wurde nachgewiesen, dass mittelständische Familienunternehmen in Deutschland - dort wo es sie in ausreichender Zahl noch gibt - das Verfassungsziel „gleichwertige Lebensverhältnisse“ voranbringen: Hohe Ausbildungsquoten, niedrige Arbeitslosenzahlen, stabilere Kommunalfinanzen. Auch die Innovationskraft ist laut dieser Studie in mittelständischen Firmen hoch. Mir fällt dazu ein, dass z.B. die Energiewende technisch nicht von Dax-Konzernen, sondern von Mittelständlern ermöglicht wurde. Bei der Herstellung von Betrugssoftware und dem Austüfteln von cum-ex-Steuerlumpereien haben sich regionale Mittelständler nicht hervorgetan; das blieb Konzernen der Auto- und Finanzwirtschaft vorbehalten. Offensichtlich hat das Ideal der „ehrbaren Kaufleute“ noch einen Ort, an dem es sich zeigen kann.

Wir alle, vor allem aber politische Entscheider und Rahmensetzer sollten umdenken: „Die Wirtschaft“ ist oft ganz anders als es Börsendynamik und Skandale erscheinen lassen. Wirecard ist nicht die Regel! Die „Huber GmbH“ von nebenan rechnet meist nur mit 6stelligen Zahlen, nicht aber mit realen oder erfundenen Milliarden. Und oft genug hat Wirtschaft einen echten Familiennamen und stellt Dinge her, die man kennt und sogar brauchen kann…

Wirtschaftspolitik (auch Entwicklungspolitik!) muss mittelständisch denken und handeln! 


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